Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank lässt denjenigen, die Geld anlegen wollen, kaum noch Möglichkeiten. Viele Anleger entscheiden sich deshalb für sogenannte spekulative Geldanlagen wie Aktien oder CFDs. Der CFD Handel kann eine sehr lukrative Geldanlage sein, aber der Handel hat auch seine Tücken und kann zu großen Verlusten führen. Wie hoch diese Verluste werden können, das lässt sich im Vorhinein nicht sagen, aber wer zu leichtsinnig ist, der kann sein komplettes Vermögen verlieren.

Welche Gefahren drohen im CFD Handel?

Es gibt zwei Dinge, die eine sehr große Gefahr beim CFD Handel darstellen, das eine ist die sogenannte Nachschusspflicht und das andere ist der Margin. Wer mit CFDs handeln will, der muss den Anforderungen des Brokers entsprechen und eine Sicherheitsleistung hinterlegen, den Margin. Wenn ein Anleger eine Position eröffnet, die mit Aktien für 10.000 Euro notiert ist, dann bekommt er 100 Kontrakte und der Margin des Brokers beträgt zehn Prozent, also 1000 Euro, die als Sicherheitsleistung dienen. Wenn der Kurs der Aktie fällt, dann wird an einem bestimmten Punkt der Margin erreicht, und wenn der Kurs unter diese Schwelle sinkt, aber kein zusätzliches Geld mehr auf dem Konto ist, dann kommt es zu einem Margin Call. Der Broker wird dann den Anleger auffordern, Geld nachzuschießen und wenn dann der Kurs weiter fällt, dann ist das ganze Geld weg.

Wenn die Kurse fallen, dann wird es teuer

Beim CFD Handel kann es sehr schnell zu einem „Worst Case“ kommen, und zwar immer dann, wenn es zu einer uneingeschränkten Nachschusspflicht kommt. Für den Anleger bedeutet das, er muss mehr Geld nachschießen, als auf dem Traderkonto zu finden ist, und das passiert immer dann, wenn die Kurse ins Bodenlose fallen. In diesem Punkt unterschiedet sich der CFD Handel vom klassischen Aktienhandel, denn der Handel mit Aktien kennt ein Limit, beim CFD Handel ist dieses Limit oftmals nicht vorgesehen. Viele Anleger sind sich dieser Gefahr nicht bewusst und wundern sich dann, wenn sie kein Geld mehr auf dem Konto haben. Das große Problem dabei ist, dass sich auf den ersten Blick nicht erkennen lässt, wohin die Reise eigentlich geht.

Vorher informieren

Der CFD Handel sieht einfach aus, aber es hat seine Schwachstellen. Daher sollte jeder, der sich in diesem Handel versuchen will, im Vorfeld sehr genau darüber informieren, was alles passieren kann. Die Broker sind dazu verpflichtet, ihre Kunden über die eventuellen Risiken aufklären, aber was jeder Anleger selbst mit seinem Geld macht, das kann auch der Broker nicht beeinflussen. Es ist beim Handel mit CFDs immer von Vorteil, über das Risiko nachzudenken und nicht das gesamte Kapital einzusetzen.

Kommentieren Sie den Artikel